Freitag, 9. August 2019

Im Dschungel von TIFF, JPEG und dpi



Ordnung im Dschungel von TIFF, JPEG und dpi. 
von Bea Bernasconi

Bild aus dem Web


Wenn ich meine Fotografien vom Fotoapparat auf meinen Computer importiere geschieht das im Format TIFF (Tagged Image File Format), ebenso von meinem iPhone da dieses auf HEIF (High Efficiency Image File Format, auch HEIC genannt) und nicht auf JPEG eingestellt ist. 



🤔

Jetzt ist den meisten wahrscheinlich schon die Lust vergangen weiterzulesen, wir sind ja schliesslich Textilkünstler und nicht Fotografen oder Grafiker.


Ich werde versuchen ganz einfach und ohne ins Detail zu gehen die Unterschiede der verschiedenen Formate zu erklären:




TIFF ist ein Dateiformat zur Bildspeicherung, es stellt hochaufgelöste Bilder in druckfähiger Qualität zur Verfügung. Es hat den Nachteil das die Bilder ein Mehrfaches an Grösse aufweisen im Vergleich zu einem JPEG Bild. Dies erfordert eine grosse Speicherkapazität und es dauert dadurch auch eine Weile bis das Bild heruntergeladen ist.



JPEG komprimiert das Bild. Es gibt verschiede Methoden der Kompression: unter anderen verlustbehaftete und verlustfreie. Weithin verbreitet ist nur die verlustbehaftete Komprimierung.


Unterhalb von 300 dpi ist ein JPEG Bild praktisch unbrauchbar, das Bild wird stufige Übergänge, Farbveränderungen und Graukeile aufweisen.


dpi ist die Abkürzung von «dots per inch» oder «Punkte pro Zoll».

Ein Bild wird in Farbpunkte aufgeteilt wie in Mosaik, je dichter die Punkte pro Zoll sind um so besser wird die Bildqualität beim Vergrössern und beim Druck des Bildes sein.

Um Bilder bei einer online-Bewerbung für einen Wettbewerb, wie zu Beispiel Teximus 3 hochzuladen wird das JPEG Format verlangt. Wenn alle Teilnehmenden TIFF Bilder hochladen würden wäre das System in Kürze überfordert.

Wie soll ich jetzt ein TIFF in ein JPEG umwandeln? Und wie weiss ich das mein Bild mindestens 300 dpi aufweist?


Ich muss vorschieben dass ich ausschliesslich mit Mac arbeite was Fotos angeht, alles was PC betrifft habe ich aus dem Web und konnte es nicht kontrollieren, die Angaben sind also ohne Gewähr. 

Ausserdem sind alle Screenshots für die Dokumentation in italienischer Sprache da mein Mac so eingestellt ist. 
Ich hoffe meine Erklärungen sind trotzdem verfolgbar.


Wie finde ich heraus wie viele dpi mein Bild aufweist

Mac

1. das Bild in “Vorschau” öffnen



2. auf "Instrumente" klicken und anschliessend “Grösse regulieren”






PC

1. Klick mit der rechten Mouse Taste auf das Bild, anschliessend Eigenschaften auswählen.

2. Klick auf Detail

Es müssen mindestens 300dpi vorhanden sein sonst hat das Bild eine ungenügende Auflösung für den Druck.

Wenn das Bild eine ungenügende Auflösung hat, wird es nichts nützen die Pixel /Inch zu erhöhen, das Bild wird eine schlechte Auflösung aufweisen.

In diesem Fall ist es von Vorteil das Werk nochmals zu fotografieren mit der höchstmöglichen Auflösung (gehen sie wenn nötig zu einem Fotografen).



Wie wandle ich TIFF in JPEG um

Mac

Wählen sie das umzuwandelnde Bild in «Vorschau» aus



In der Vorschau Klick auf «File» und dann «Exportieren»



Das Format von TIFF auf JPEG ändern und mit dem gewünschten Namen in der gewünschten Kartei abspeichern.




PC in Windows

Aus dem Menu Start “Paint” auswählen (ein Programm das in Serie auf Microsoft vorhanden sein sollte)

Ist das Programm Paint einmal gestartet «File» auswählen und anschliessend “öffnen”, das Bild in TIFF Format auswählen, das in JPEG umgewandelt werden soll





Wenn das Bild geöffnet ist nochmals File auswählen, anschliessend “mit Namen abspeichern” und JPEG Format auswählen, wo das Bild und mit welchem Namen es gespeichert werden soll und dann “Speichern”







Ich hoffe das jetzt alles ein wenig «einfacher» wird und warte auf eure Anmeldungen in Teximus 3.













Dienstag, 6. August 2019

in eigener Sache




Herzliche Einladung zur Ausstellung

aufbewahren



die Gruppe vielFach stellt aus: Irmgard Bigger, Trudi Bürkler, Margrit Fetzer, Trudi Furrer, Lotti Gygax, Maja Kuhn, Christine Läubli, Susanna Pfammatter
Galerie im Werkstatt-Laden
25. August bis 8. September 2019Vernissage: Sonntag, 25. August 2015, 11 – 14 Uhr
Einführung: Katharina Osterwalder, Leitung Handweberei Bauma

Matinée: Sonntag, 1. September, 11 Uhr
Anurba – Traditionelle Lieder aus aller Welt
Stiftung Brühlgut – Eingemachtes
Eintritt frei, Unkostenbeitrag für Musik

Öffnungszeiten:
Di bis Fr 14 bis 18 Uhr, Sa / So 13 bis 16 Uhr

Ich bin anwesend an folgenden Daten: 25. 8./ 27. 8./ 30. 8./ 1. 9./ 5. 9./ 8. 9.

Wir freuen uns auf viele Besuche!
Mit herzlichen Grüssen
Christine Läubli

Freitag, 26. Juli 2019

Teximus 3



Teximus 3

🇩🇪

In weniger als einem Monat ist es soweit, am 19. August 2019 öffnet das online Portal für die Eingabe der Werke.

Wir möchten an dieser Stelle nochmals auf die Teilnahmebedingungen hinweisen welche sie hier finden.

Eine Anleitung für die online Bewerbung finden sie unter folgendem Link

Wir freuen uns auf eure Teilnahme und sind jetzt schon in freudiger Erwartung auf viele interessante Kunstwerke.


🇫🇷

Dans moins d’un mois nous y sommes, le 19 Aout 2019 le portal en ligne sera ouvert pour la soumission de vos œuvres.

Nous vous prions de bien vouloir relire les conditions de participation que vous trouverez ici.

Une explication pour l’enregistrement est disponible en suivant le lien suivant.

Nous nous réjouissons à recevoir beaucoup de soumissions et nous sommes curieuses de voire beaucoup d’œuvres d’art intéressantes.



🇬🇧

In less than one month, on august 19th, 2019 the online registration for Teximus 3 will open.

We wish to recall the conditions for the participation which you may find here.

For instructions about how to submit your work click here.

We are looking forward to many submissions of an interesting body of artwork.

Dienstag, 23. Juli 2019

In eigener Sache

Bea Bernasconi im Namen des Team TAFch


Ihr habt es alle gelesen, Grietje van der Veen hat sich aus gesundheitlichen Gründen von TAFch verabschiedet. Grietje war das letzte verbliebene Gründungsmitglied. Am 12. Februar 2010 wurde das Textilartforum Schweiz als Gruppe gegründet: dabei waren Grietje van der Veen, Cecile Trentini, Judith Mundwiler, und Marianne Häni.

Grietje hat sich in diesen 9 Jahren mit Leib und Seele für die Ziele der Gruppe eingesetzt, hat über 80 Blogbeiträge geschrieben und immer wieder in erster Linie für die Textilkunst in der Schweiz geworben und gesprochen.

Wir alle danken Grietje für ihren grossen Einsatz.


Grietje, unsere Reise  im letzten Herbst, Île Sur las Sorgue

Ich habe Grietje an einem Workshop mit Gisela Hafer im Tessin kennengelernt, über die Jahre sind wir uns immer wieder hier und da begegnet und hatten immer interessante und gute Gespräche.

Anfang 2018 hat Grietje mich dann in die TAFch Gruppe geholt, zusammen mit Isabelle Wiessler und später Christine Läubli. 2018 war ein intensives Jahr, in dem Grietje und Ursula uns Neulingen alles über TAfch erzählten und uns in die Gepflogenheiten einführten.
Neue Mitglieder bringen auch Veränderungen. So haben wir der Webseite einen englischen und einen französischen Teil angefügt, unsere Unterlagen angepasst, und mittlerweile stehen wir mitten in den Vorbereitungen für "Teximus 3".

Wir wissen, dass der Abschied Grietje nicht leicht fällt und sind darum froh, wenn sie uns bei Fragen und Unsicherheiten „im Hintergrund“ weiterhin zur Verfügung steht.


Wir sind sicher, dass Grietje die neu gewonnene Freizeit kreativ nützen wird und sind gespannt auf die Resultate.

Wir wünschen ihr von Herzen alles Gute auf ihrem weiteren Weg und hoffen doch, den Kontakt mit ihr nicht zu verlieren.


Da wir nun noch zu dritt verbleiben und "Teximus 3" vor der Türe steht, wurden die Aufgaben neu verteilt, und es müssen Konzessionen gemacht werden. 
Bis auf weiteres werden in unserem Blog nur noch Informationen für Teximus 3 veröffentlicht sowie sporadisch Interessantes von einer Ausstellung, oder was Textiles betrifft. 
Selbstverständlich sind Gästeblogbeiträge herzlich willkommen. Wer solche schreiben möchte, kann sich mit mir (beabernasconi@bluewin.ch) in Verbindung setzen. Interessierte an einer Mitgliedschaft bei TAFch finden hier die Bedingungen.



Freitag, 19. Juli 2019

Abschied

von Grietje van der Veen

Der untenstehende Blogbeitrag ist mein letzter für TAFch.

Wegen der  medikamentösen Behandlung meiner Krankheiten befinde ich mich in einem chronischen Erschöpfungszustand, der es mir unmöglich macht, alle meine Aufgaben zufriedenstellend zu erfüllen. Somit musste ich eine Entscheiduung treffen: Entweder mich alleinig der Förderung der Textilkunst in der Schweiz  zu widmen oder mich ins Privatleben zurückzuziehen und nur noch das zu machen, was mir Spass macht.

Ich habe mich für Letzteres entschieden: Färben, Malen, Drucken, Nähen Sticken, Wickeln, Ausstellungen besuchen, Reisen. Langweilig weird es mir sicher nie. Und Ausruhen kann ich. wann immer ich müde bin.

Ich habe meine Aufgaben für Teximus 3 nun erledigt, muss also kein schlechtes Gewissen haben, dass ich es nicht bis zur Ausstellung als Mitglied von TAFch schaffe.

Alles Gute,
Grietje



Angelehnt: Linse – Nadel – Pinsel

von Grietje van der Veen

Unter dem  Titel "Angelehnt: Linse – Nadel – Pinsel" stellen drei KünstlerInnen des Kunstvereins gundelfingen e.V. ihre Werke im Rathausfoyer Gundelfingen bei Freiburg in Breisgau aus: Franziska Reisen-Veith, Isabelle Wiessler und Bernhard Veith.

Der Fotograf Bernhard Veith liebt es, kleine nahezu unscheinbare Strukturen mit einer spiegellosen Systemkamera oder mit dem Smartphone zu fotografieren. Die Fotos sind fast alle im Format 16:9.


Bernhard Veith: Vorlage
Dabei folgt er dem Prinzip des Minimalismus. Er konzentriert sich auf Einzelheiten, beachtet noch so winzigen Kleinigkeiten, sucht Unscheinbares, Farben und Muster in einer grafischen Qualität. Ihm liegt daran, festgefahrene Sehgewohnheiten zu durchbrechen, den Kontext zu reduzieren.

Diese Fotos bilden die Grundlage der Ausstellung. Die Künstlerinnen, Franziska und Isabelle, haben die Fotos als Inspirationsquelle für ihre eigenen Arbeiten genommen. Es ist spannend zu sehen, wie die Zwei auf die Fotos reagieren.

Franziska Reisen-Veith ist Malerin und arbeitet mit Acrylfarben, wobei auch Materialien wie Bast, Marmormehl und Papier Anwendung finden.

Interpretation des oben gezeigten Bildes von Franziska Reisen-Veith
Vorlage
Interpretation von Isabelle Wiessler

Isabelle Wiessler ist Mixed-Media Künstlerin mit einer Leidenschaft für Textur, Oberflächengestaltung und Fläche. Was Isabelle daran fasziniert, sind die vielfältigen Wege, mittels Nähen und Sticken Linien, Formen und Strukturen in ihre Bilder zu geben und somit eine „dritte Dimension“ zu schaffen

Nicht alle Fotos fanden bei beiden Damen Anklang. Dies kommt an den Stellwänden zum Ausdruck. Jeweils eine Stellwand stellt das Originalbild und die Interpretation(en) dar, so dass einige Stellwände nur mit einem Foto und einer Interpretation bestückt sind. Die oben gezigten Bilder dienten jeweils nur von einer der Künstlerinnen  als Inspirationsquelle.
Nachfolgend stelle ich Ihnen Original und Interpretation auf den einzelnen (Stell)Wänden vor.

 
Vorlage
Franziska
Isabelle
Vorlage

Detail von Franziskas Interpretation

Franziska
Isabelle  
 
Vorlage (Wasser)
Franziska
Isabelle

Vorlage
Franziska


Vorlage
Franziska

Vorlage

Franziska
Isabelle
 
Vorlage
Franziska

Vorlage 
Isabelle


Vorlage
Isabelle

Vorlage
Franziska

Isabelle



Die Ausstellung ist noch bis 2. August 2019 geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Hier können Sie sich über den Kunstverein orientieren http://www.kunstverein-gundelfingen.de

Das Ehepaar Veith:

http://franziskareisen.de (Unter «Impressionen 1-4 auf dieser Website sind Bilder von Bernhard Veith zu sehen)

Isabelle Wiessler:

https://isabelle-wiessler.de/

Mittwoch, 17. Juli 2019

wordless Wedneseday

von Grietje van der Veen


Freitag, 12. Juli 2019

Botanische Metamorphosen, Pflanzenfaser Papiere


Text Bea Bernasconi
Fotos Bea Bernasconi (ich bitte um Verständnis für die etwas prekäre Qualität: alle Werke sind hinter Glas ausgestellt, was das Fotografieren schwierig macht)

Ruth Moro
"Botanische Metamorphosen"

Unter diesem Titel ist im Kantonalen Naturhistorischen Museum in Lugano zurzeit (noch bis zum 31 August 2019) eine kleine Ausstellung zu besichtigen.

Ruth Moro in Schwyz geboren, lebt mit ihrem Mann Giancarlo (Maler) in Cavigliano im Tessin. Sie hat eine Ausbildung in Kunst, handgeschöpftem Papier und in der Paper Art in der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Holland, Dänemark und Japan.


Bergahorn

Ruth Moro hat Ihre persönliche Forschung der Pflanzenstruktur und deren Anwendungen in der Realisierung von Papieren und Kunstobjekten gewidmet. Ihre Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Kollektionen in der Schweiz und im Ausland.


Eichenblättrige Hortensie

Ruth Moro sagt von sich selber:
"… in meiner Arbeit bin ich mit der Natur verbunden. Mit ihr setze ich ein Ritual fest, das mich von Sichtbarem zu Verborgenem bringt, was es zu entdecken gilt. Ich suche einen Dialog mit der Natur und wenn ich ihn gefunden habe, entsteht das Werk, wächst und entwickelt sich …"
(Zitat von ihrer Homepage)

Ich bin auf die Ausstellung aufmerksam geworden durch einen Artikel in einer Zeitschrift, den ich mir vorerst zur Seite gelegt hatte... dann hat mich meine Freundin mit Fotografien von der Ausstellung geneckt und meinte ich könnte doch mein Gemüse aus dem Garten in solche Kunstwerke umwandeln, sie findet nämlich das Gemüse anpflanzen eine Zeitverschwendung wäre wenn ich doch diese Zeit meiner Kunst widmen könnte. Ich habe ihr damals geantwortet ich würde das Gemüse lieber essen!

Karotte

Champignon
Spargelgewächse

Rote Rande gekocht

Heute nachdem ich die Ausstellung besichtigt hatte, muss ich zugeben dass ich im Falle einer Zucchini Schwemme, dieses vielleicht eine Idee wäre sie zu verarbeiten.

Aber kommen wir zurück zu den handgeschöpften Pflanzenpapieren von Ruth Moro.


Wespennest

Gingko
Brennessel
Traubeneiche

Schachtelhalm

Um die Papiere überhaupt herstellen zu können braucht es eine grosse Vorarbeit. Diese fängt an mit dem Sammeln von Blättern, Blüten, Früchten, welche anschliessend in Natronlauge gekocht und dann gespült werden. Dies allein ist ein langsamer und arbeitsintensiver Prozess. Erst jetzt beginnt das Schöpfen des Papiers. Ruth Moro experimentiert seit Jahren diverse Techniken und Pflanzenfasern, Ihre Resultate sind faszinierend. Meistens lässt Die Künstlerin die Papiere in Ihrer Originalfarbe, aber es gibt auch welche die eingefärbt werden. Interessant sind auch die Werke wo bewusst Pflanzenstrukturen zu einem Bild zusammengestellt werden, sie haben etwas mystisches.


Erfahren sie mehr über die Künstlerin auf Ihrer Webseite.
www.ruthmoro.ch


und hier gibt es mehr Werke in einer Diashow zu betrachten
https://www3.ti.ch/DT/da/mcsn/mostra_Ruth_Moro/composed_autoplay.php?pageno=4