Freitag, 25. Juli 2014

Weiter geht´s!

von: Gabi Mett

inspirierende Collagen

Wie Sie vielen unserer Beiträge entnehmen können, steht neben dem praktischen Schaffen auch vieles andere an, was getan werden muss.

Kurstermine planen, für die Präsentation der Kurse einen Text entwerfen, Fotos auswählen, Materiallisten schreiben und möglicherweise Anmeldungen annehmen und Listen führen. Für die Beteiligung an Wettbewerben werden neue Arbeiten geplant und genäht. Sie müssen ebenfalls fotografiert werden, durch die Bildbearbeitung geschleust, auf CD gebrannt, die Unterlagen ausgefüllt und alles noch einmal überprüft werden. Nebenher hat man dann noch mit Aufgaben zu tun, die sich aus einer Gruppe wie TAFch ergeben. Gibt man die Workshops nicht im eigenen Atelier, steht das Reisen an, bei mir waren es manchmal bis zu 22 Wochenenden im Jahr. Ausstellungen wollen geplant, Kataloge erstellt und Werke gehängt werden. Und dann die nächste Frage: wie kommt meine Arbeit nach Amerika, was habe ich da zu tun? Meistens geht für eine solche Sache mindestens ein Tag in Land. Gleichzeitig wird ein neues Heft geplant, ein Artikel für eine Fachzeitschrift geschrieben, neue Workshopthemen gesammelt und langfristig Projekte ausgedacht. Dann darf die Buchhaltung nicht vergessen werden.

Und selbst bei partnerschaftlicher Aufteilung der Aufgaben im Haushalt bleibt das Kümmern um Wäsche, das Fenster putzen und vieles andere mehr. Den Partner, die Familie und den Freundeskreis darf man auch nicht aus den Augen verlieren. Dann sollte auf Anraten des Arztes der wöchentliche Sport nicht fehlen und ein Spaziergang in der Natur wäre auch nicht schlecht, damit man den Wechsel der Jahreszeiten auch wirklich mitbekommt.

Natürlich steht immer eine Ausstellung auf der Wunschliste, die man sich gerne anschauen würde, vielleicht auch ein Konzert. Und dann soll man noch Ideen entwickeln, immer top of the pop bleiben, nicht nachlassen. Die eigene künstlerische Arbeit darf keinesfalls an Qualität verlieren, das würde in meinem Fall ja fast schon bedeuten, dass ich nicht mehr wahrgenommen werde und damit im weitesten Sinne und vielleicht langfristig meine Miete nicht mehr bezahlen kann.

Inspiration Farbe und Natur
Und die Ideen? Wo bleibt die Stille, die Ruhe, um nachzudenken, um in sich zu gehen? Wann hat man Zeit, Texte zu einem möglichen Thema zu lesen, nicht nur oberflächlich, sondern auch unter der Bedingung, tiefer in diesen Text einzudringen?

strahlende Farben

Wie kann ich von den Alltagsthemen Abstand gewinnen? Es ist selten möglich, sofort von eine Situation in die nächste zu wechseln, von der Buchhaltung in den Entwurfsprozess. Was tun? Ich muss mich dann erst immer ein wenig lockern! Und da kann es dann gut passieren, dass ich mir gesammelte Zeitschriften vornehme und alles, was mich interessiert und was mir gefällt, ausschneide. Ich bilde kleine Gruppen und stelle mir Bildtafeln zusammen, die thematisch immer ein wenig zusammenpassen. Da überlege ich nicht lange, sondern lasse meine Gedanken dabei freien Lauf. Auf diese Weise sind kleine Bücher oder Mappen entstanden, die ich immer wieder dann hervorhole, wenn ich mich in meine Arbeit vertiefen will und nicht weiß, wie ich anfangen soll. Sie bieten einen guten Start, lassen das Herz lachen und tun der Seele gut. Einige Bildtafeln möchte ich Ihnen zeigen.

ruhige Räume

nette Tiere

schöne Muster und Formen

andere Kulturen

luftige Welten

Rückzugraum

Blick in die Ferne

kleine und große Wunder

Vielleicht lösen Sie bei Ihnen ja auch ein Schmunzeln, Freude oder Fröhlichkeit aus. Vielleicht denken Sie aber auch an Urlaub, Sommer und Sonne oder lassen sich von den Farben ansprechen. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

Kommentare:

  1. Liebe Gabi
    Genau so ist es, wie Du es beschrieben hast, das Leben und dabei soll man das Geniessen auch nicht vergessen!
    Danke für die jeweils tollen Beiträge.
    Fröhliches Sticheln
    Edith

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  2. Liebe Edith,

    vielen Dank für deinen Hinweis: Ja, du hast recht, das Geniessen darf auch nicht zu kurz kommen und auch das will geübt sein.

    Liebe Grüße Gabi

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  3. Liebe Gabi, das hört sich für mich ziemlich atemlos an. Ich hoffe aber, dass genug Zeit für dich und deine innere Ruhe bleibt. Das ist im Arbeitsprozess nicht immer so einfach und ich wünsche dir, dass es gelingt!!!!! Welch eine interessante Möglichkeit, sich schöne Bilder in den Kopf zu holen. Ich schnippel auch viel rum, aber es zu Gruppen zu ordnen ist ein neuer Gedanke, dankeschön!!!! Dann werd mal schön locker und ich wünsche dir, dass die Kreativität wiederkehrt und du tolle Ideen hast und auch die Zeit, diese umzusetzen. Herzliche Grüße Anette

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  4. Liebe Anette,

    ja manchmal hat wohl jede von uns solche Tage. Aber du siehst ja, es gibt auch Möglichkeiten, da wieder raus zu kommen.

    liebe Grüße Gabi

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